Allgemein- und Viszeralchirurgie
Chirurgische Spitzenkompetenz
Die Allgemein- und Viszeralchirurgie im Alexianer St. Gertrauden-Krankenhaus Berlin deckt ein breites operatives Behandlungsspektrum mit hoher fachlicher Expertise ab.
Neben der Spezialisierung auf bösartige Tumore liegen unsere Schwerpunkte in der Diagnostik und Therapie von Leber-, Bauchspeicheldrüsen-, Magen-, Darm- und Enddarmerkrankungen sowie von endokrinen Erkrankungen wie etwa der Schilddrüse oder Nebenniere. Auch Patient*innen mit krankhaftem Übergewicht werden bei uns umfassend chirurgisch versorgt.
Unsere Fachärzt*innen arbeiten täglich eng mit anderen Abteilungen zusammen, um eine interdisziplinäre und leitlinientreue Behandlung sicherzustellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in unserem zertifizierten Darmkrebszentrum, das eine spezialisierte Versorgung und bestmögliche Behandlungserfolge bietet.
Moderne Ausstattung für präzise Viszeralchirurgie
Von der Leistenbruch-OP bis zur Darmkrebs-Behandlung: Wir verfügen in der Allgemein- und Viszeralchirurgie über die modernsten Operationstechnologien, die in der Schilddrüsen- und Bauchchirurgie sowie in der Tumorchirurgie eingesetzt werden.
Das CUSA-Gerät ist als Ultraschall-Dissektor eine Art „Ultraschall-Skalpell“, mit dem Tumorgewebe sehr präzise entfernt werden kann. Das umliegende gesunde Gewebe sowie Blutgefäße werden dabei geschont.
Die Patientinnen und Patienten verlieren durch diese Behandlung weniger Blut und es kommt zu weniger Nebeneffekten als bei der herkömmlichen Form der Gewebeentfernung. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist eine verkürzte Operationszeit, was für Patientinnen und Patienten einen kürzeren Krankenhausaufenthalt bedeuten kann.
Für die laparoskopischen Eingriffe in unserer Bauchchirurgie steht uns mit dem ENDOEYE FLEX 3D der Firma Olympus modernste Technik zur Verfügung: Bei den sogenannten „Schlüsselloch-Eingriffen“ arbeiten wir mit diesem besonderen Laparoskop, das lebendige, detailgetreue Bilder in hoher Auflösung liefert, die dem natürlichen dreidimensionalen Sehen entsprechen, ähnlich wie mit 3D-Brillen im Kino.
Diese Technik in der Laparoskopie ist der sonst üblichen zweidimensionalen Bilddarstellung deutlich überlegen und ermöglicht ein noch höheres Niveau der Operationsqualität. Durch die Flexibilität im Instrumentenende kann das Endoskop in alle vier Richtungen abgewinkelt werden und bietet somit einen besseren Überblick des zu operierenden Gewebes.
Der Einsatz dieser Technik und die präzise 3D-Darstellung bieten viele Vorteile sowohl für die Operateurinnen bzw. Operateure wie auch für die zu behandelnden Patientinnen und Patienten. So kann beispielsweise selbst bei weiträumigen Operationen im Bauchraum der Blutverlust um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Die Patientinnen und Patienten profitieren von noch besseren Operationsergebnissen, einer Risikominimierung und von verkürzten Operationszeiten.
Für die sichere Schonung der Stimmbandnerven (Nervus laryngeus recurrens) bei der Schilddrüsenchirurgie verwendet das Team der Allgemeinchirurgie mit dem intraoperativen Nervenmonitoring modernste Technik.
Wird der Nerv (Nervus laryngeus recurrens, Nervus vagus) mit der Stimulationselektrode berührt, lässt sich mit Hilfe eines speziellen Narkose-Tubus mit integrierten Ableitungselektroden ein EMG-Potential direkt am Musculus vocalis ableiten. So ist nicht nur eine einhundertprozentig sichere Identifikation des Nervs möglich, sondern es lässt sich zum Abschluss der Schilddrüsenoperation auch dessen unbeeinträchtigte Funktion überprüfen.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit & Kooperationen
Die enge Kooperation mit anderen Fachabteilungen – insbesondere der Gastroenterologie, Radiologie und Anästhesie – ist ein zentraler Bestandteil unserer chirurgischen Versorgung. In unserem zertifizierten Darmkrebszentrum Berlin-Wilmersdorf sowie im Adipositaszentrum Berlin bündeln wir fachübergreifend unsere Expertise – für eine leitliniengerechte, individuell abgestimmte Behandlung von Patient*innen mit kolorektalen Tumoren oder krankhaftem Übergewicht.