Leitbilder

Unsere Grundsätze

Die Ideen der Ordensgründerin Regina Protmann sind für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Trägers und des Alexianer St. Gertrauden-Krankenhaus in Berlin-Wilmersdorf die Grundlage ihres täglichen Handelns. Sie sind in einem Trägerleitbild, dem Leitbild für das Alexianer St. Gertrauden-Krankenhaus und einem Leitbild für den Pflegedienst zusammengefasst.

Der Mensch ist ein Geschöpf und Abbild Gottes. Er ist erlöst und hat in Gott unendliche Zukunft. In der Einheit von Leib und Seele ist er in seinem Personsein zu achten, unabhängig von seiner Herkunft, Nationalität, Glaubensüberzeugung oder der sozialen Stellung.

Dieses Verständnis eines christlichen Menschenbildes ist die Grundlage des Arbeitens für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den sozialen Einrichtungen der Kongregation der Schwestern von der heiligen Jungfrau und Martyrin Katharina tätig sind.

Regina Protmann, Stifterin der Ordensgemeinschaft der Katharinenschwestern, leistete selbstlosen Dienst in ihrer Liebe zu Gott und den Mitmenschen. In schlichter Selbstverständlichkeit stellte sie sich den sozialen und kirchlichen Aufgaben ihrer Zeit.

Dieses Zeugnis christlichen Seins und Handelns wollen die Katharinenschwestern leben.

Ordensgemeinschaft und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter begegnen sich in echter Partnerschaft und führen heute gemeinsam die sozialen Werke der Ordensgründerin fort. Vertrauensvoll überträgt die Ordensgemeinschaft den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Aufgabenbereiche, die mit sozialer und fachlicher Kompetenz auszugestalten sind.

Der Orden ist einer der ältesten aktiven Frauenorden, der seit seiner Gründung im Jahr 1571 ununterbrochen fortbesteht. Seit mehr als vier Jahrhunderten wirken die Katharinenschwestern für Arme, Kranke und für alle, die der Hilfe in irgendeiner Form bedürfen. Die Heimat des Ordens liegt in Braunsberg, im ehemaligen ostpreußischen Ermland, heute Braniewo/Polen.

Das Bestreben der Schwestern war es stets, dass die Kranken nach den neuesten Erkenntnissen in Medizin und Pflege betreut wurden, ohne dabei das Grundbedürfnis eines jeden Menschen nach innerem Frieden aus den Augen zu verlieren. Regina Protmann, die Ordensgründerin der Katharinenschwestern, wählte Sankt Katharina von Alexandria, die Patronin der Pfarrkirche zu Braunsberg, als Schutzpatronin der Gemeinschaft.

Haben die Schwestern das Krankenhaus ständig dem Fortschritt von Medizin, Wissenschaft und Technik angepasst, so bleibt doch eines unverändert: Die Zuwendung zum Menschen aus christlicher Nächstenliebe. Eine gute Ausbildung für die Schwestern war und ist Ziel der verantwortlichen Oberinnen der Katharinerinnen.

Im Jahr 1930 wurde deshalb gleichzeitig mit der Einweihung des Sankt Gertrauden- Krankenhauses eine Krankenpflegeschule eröffnet. Grundlage des Krankenhausleitbildes ist das Trägerleitbild der Gesellschaft der Katharinenschwestern mbH.

Wir werden …

  • uns ständig den Veränderungsprozessen unserer Gesellschaft anpassen und mit diesen auseinandersetzen.
  • die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Basis unseres Erfolges ansehen.
  • die Schulung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen.
  • auf der Grundlage von Offenheit, Vertrauen, Herzenswärme, Toleranz, Ehrlichkeit und Liebe mit den Patientinnen und Patienten und untereinander umgehen.
  • uns auch an alten Traditionen orientieren.
  • uns für die wirtschaftliche Stabilität des Hauses einsetzen.
  • den Informationsfluss untereinander pflegen und ständig verbessern.
  • Kommunikation als wesentlichen Beitrag unserer Tätigkeit verstehen und auch unabhängig von hierarchischen Ordnungen praktizieren.
  • konstruktive Vorschläge unserer Patientinnen und Patienten, deren Angehörigen sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses zur Verbesserung unserer Tätigkeit gern annehmen und uns kurzfristig mit diesen auseinandersetzen sowie zügig an der Umsetzung arbeiten.

     

Wir werden weiterhin …

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Lösung ihrer Probleme unterstützen.
  • in gegenseitiger Wertschätzung und Toleranz miteinander umgehen.
  • die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärken mit Lob und Anerkennung, aber auch konstruktiver Kritik.
  • die Gesundheitsförderung in unserem Hause unterstützen.
  • das Beschwerde- und Konfliktmanagement weiter aufbauen.
  • mit möglichst wenig bürokratischen Regeln auskommen, um mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten zu finden.
  • In unseren Entscheidungen Transparenz gegenüber den Patientinnen und Patienten, deren Angehörigen, sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schaffen.
  • alle Führungskräfte entsprechend ihrer Position und Qualifikation in ihrer Vorbildfunktion und besonderen Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern schulen und unterstützen.
  • im Zusammenwirken mit der Mitarbeitervertretung eine vertrauensvolle Zusammenarbeit fördern und negativen Verhaltensweisen (z. B. Mobbing) entgegentreten, die den sozialen Frieden in unserer Dienstgemeinschaft besonders beeinträchtigen.

Christliche Nächstenliebe und die Achtung vor dem Leben bilden im Sankt Gertrauden-Krankenhaus in Berlin Wilmersdorf die Basis pflegerischen Handelns. Wir nehmen jede Patientin und jeden Patienten in seiner Gesamtheit an, unabhängig von Herkunft, Weltanschauung, Glauben, Alter, Krankheit oder Behinderung.

Unsere Patientinnen und Patienten sollen sich bei uns geborgen und in ihren individuellen Belangen verstanden fühlen. Sie haben ein Recht auf Freundlichkeit, Selbstbestimmung, Information, Taktgefühl und persönliche Zuwendung. Ihre Angehörigen beziehen wir aktiv in die Pflege mit ein.

Unser Ziel ist es, das Wohlbefinden unserer Patientinnen und Patienten zu fördern, ihre individuellen Ressourcen zu stärken und ihre Autonomie zu wahren. Insbesondere Patientinnen und Patienten in ihrer letzen Lebensphase begleiten wir würdevoll.

Wir gewährleisten ein hohes fachliches Niveau und eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung auf der Grundlage aktueller pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse. Wir arbeiten mit dem Pflegesystem „Primary Nursing“, um vertrauensvolle Pflegebeziehungen, effektive Prozesssteuerung und die persönliche Übernahme von Verantwortung zu fördern.

Wir verpflichten uns, die Pflege wirtschaftlich, zweckmäßig und unter Wahrung der gesetzlichen und betrieblichen Vorgaben durchzuführen. Eingeführte Maßnahmen überprüfen wir auf ihre Wirksamkeit und verbessern sie nach Bedarf. Unser Umgang miteinander soll kooperativ und freundlich sein, weil wir überzeugt sind, dass gegenseitige Wertschätzung und Unterstützung die Motivation, Eigenverantwortung und Kreativität fördern.

Durch unser Verhalten und unsere Wertvorstellungen tragen wir zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre bei. Konkret bedeutet dies unter anderem, dass wir uns offen und umfassend informieren und vertrauensvoll miteinander umgehen.

Wir wollen uns selbstkritisch reflektieren, konstruktiv mit Fehlern und Kritik umgehen und gerecht und fair sein. Als Vorgesetzte sind wir uns unserer besonderen Vorbildfunktion bewusst. Auszubildende und Praktikantinnen sowie Praktikanten sollen uns als Betrieb mit einer angenehmen Lernatmosphäre erleben, wir unterstützen freiwilliges und ehrenamtliches Engagement.