Gastroenterologie

Erfahrung, die Sicherheit gibt

In der Abteilung für Gastroenterologie kümmern wir uns um Ihren Bauch. Wir bieten individuelle Therapiekonzepte nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, verständlich erklärt und gemeinsam mit Ihnen entschieden.

Die Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie am Alexianer St. Gertrauden-Krankenhaus in Berlin-Wilmersdorf ist spezialisiert auf die Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie der Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Behandlung gastrointestinaler Tumore – unter anderem an Speiseröhre, Magen, Leber, Gallenwegen, Bauchspeicheldrüse sowie am Dünn-, Dick- und Enddarm. Darüber hinaus führen wir täglich endoskopische Untersuchungen wie Magenspiegelungen, Darmspiegelungen, diagnostische und interventionelle Endosonographien (Schluck-Ultraschall) sowie minimal-invasive Eingriffe an den Gallenwegen durch – schmerzfrei, schonend und nach höchsten hygienischen Standards.

 

Unsere gastroenterologischen Expert*innen stehen Ihnen zudem im Rahmen folgender spezialisierter Angebote zur Verfügung:

  • Interdisziplinäre Pankreas-Spezialsprechstunde
  • Diagnostik & Therapie bei akuten und chronischen Lebererkrankungen
  • Betreuung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED)

 

Sie profitieren zusätzlich von:

  • einer individuellen Behandlung auf Basis aktuellster wissenschaftlicher Leitlinien
  • Zugang zu klinischen Studien mit innovativen, personalisierten Therapiekonzepten
  • enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Chirurgie, Radiologie und Nuklearmedizin
  • einer umfassenden, menschlich zugewandten symptomatischen Betreuung
  • der Möglichkeit zur fundierten Zweitmeinung in unserer Spezialsprechstunde

Ausstattung

Mittels modernster high-end Technologie führen wir in unserer Gastroenterologie die Diagnostik und die Therapie, während Sie schlafen, schmerzfrei, sicher und nach hohen hygienischen Standards (Empfehlungen des Robert Koch-Institut) durch. Nach der Untersuchung überwachen wir Sie in unserem Aufwachraum. Ein Ansprechpartner ist für Sie immer vor Ort.

Patienten mit schweren gastroenterologischen Erkrankungen – akute gastrointestinale Blutung, schwere Bauchspeicheldrüsenentzündung oder dekompensierte Leberzirrhose – behandeln wir auf der Intermediate-Care-Station oder auf der Intensivstation.

Aktuelle Studien:

  • Identifikation von prädiktiven Biomarkern für schweren Verlauf einer COVID-19 Erkrankung
  • FIRE-4
    Randomisierte Studie zur Wirksamkeit einer Cetuximab-Reexposition bei Patienten mit met. Kolorektalem Karzinom (RAS Wildtyp), welche auf eine Erstlinien-Behandlung mit FOLFIRI plus Cetuximab ein Ansprechen zeigten
  • FIRE-4.5
    Prospektive Untersuchung der Gesamtansprechsrate (ORR) nach RECIST 1.1 im Rahmen der Erstlinientherapie mit FOLFOXIRI plus Cetuximab gegenüber FOLFOXIRI  plus Bevacizumab bei BRAF mutierten metastasierten kolorektalen Karzinom
  • FIRE-5
    Optimale Anti-EGFR-Behandlung von mKRK-Patienten mit niedrig-frequenter RAS-Mutation

Kooperationen

Die Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie arbeitet eng mit der Allgemein- und Viszeralchirurgie und Radiologie sowie mit dem Darmkrebszentrum im Sankt Gertrauden-Krankenhaus zusammen.

Ärztliche Ausbildung

Als akademisches Lehrkrankenhaus der Charité besteht die Möglichkeit in der internistischen Abteilung Famulaturen sowie für das Praktische Jahr (PJ) Tertiale zu absolvieren. Mit den Rotationen durch die Kardiologie, Gastroenterologie, Angiologie sowie Geriatrie wird ein möglichst breites Bild der Inneren Medizin ermöglicht. Zudem besteht die Rotationsmöglichkeit in die Rettungsstelle. Während der Ausbildung auf den internistischen Stationen erhält man zudem Einblicke in die Funktionsbereiche der Abteilungen wie Endoskopie und Ultraschall oder Echokardiografie und Herzkatheter. Es gibt wöchentlich PJ-Fortbildungen, sowie tägliche Röntgen-Besprechungen. Die Betreuung von eigenen Patienten auf Station wird gefördert.

Als Krankenhaus der Notfallversorgung mit ca. 400 Planbetten und 19 Fachabteilungen und Bereichen besteht die Internistische Abteilung aus drei bettenführenden Stationen, einer Intermediate Care (IMC)/Chest-Pain-Unit (PU) sowie der interdisziplinären Rettungsstelle. Durch Rotationsmöglichkeiten in die Angiologie und Geriatrie besteht die Möglichkeit die komplette Ausbildung zum internistischen Facharzt in domo zu absolvieren.

Es gilt in der internistischen Abteilung ein Drei-Schichtsystem. Die Einarbeitung erfolgt entsprechend der Berufserfahrungen und Fähigkeiten nach einem Einarbeitungskonzept auf den verschiedenen internistischen Stationen unter oberärztlicher Führung. Mit ca. einem Jahr Berufserfahrung kann an der Versorgung der Patientinnen und Patienten der Rettungsstelle nach Einarbeitung teilgenommen werden. Nach ca. zwei Jahren besteht die Möglichkeit auf die internistisch geführte IMC/CPU zu rotieren.

Bereits ab dem ersten Ausbildungsjahr bieten wir die Möglichkeit wichtige diagnostische Tools, wie zum Beispiel die Sonographie, aktiv zu erlernen. Zudem wird neben den täglich stattfindenden Röntgen-Besprechungen, wöchentlich eine interne Fortbildung für Assistenzärzte angeboten. Es besteht bei Interesse die Möglichkeit am interdisziplinären Tumorboard und den Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen (M&M-Konferenzen) teilzunehmen. Darüber hinaus werden externe Fortbildungen gewünscht und aktiv unterstützt.

Bei Wunsch und Interesse schließt sich die fachspezifische, gastroenterologische Weiterbildung an die Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin an. Die Weiterbildungsermächtigung liegt aktuell für zwei Jahre vor und ist für drei Jahre beantragt.

Die Ausbildung findet zu einem Teil auf der peripheren, gastroenterologischen Station im Rahmen der Versorgung hepatologischer, infektiöser und gastroenterologischer Patienten statt. Ein Schwerpunkt ist dabei die Versorgung von Patienten mit gastrointestinalen Tumorerkrankungen.

Unter oberärztlicher Supervision erfolgt zudem die Einarbeitung in die Endoskopie, initial in die Sonographie und ÖGD. Konsekutiv erfolgt die Einarbeitung in die Koloskopie sowie anschließend in die Techniken der ERCP und Endosonographie.

Die Ausbildung in der ambulanten Betreuung von onkologischen Patienten, Patienten mit akuten und chronischen Lebererkrankungen, Patienten mit CED usw. wird im Rahmen der Kooperationen mit niedergelassenen Kolleg(-inn)en und mittels bestehendem Hausarztsitz am Sankt Gertrauden-Krankenhaus realisiert.