Laboratoriumsmedizin
Institut für Laboratoriumsmedizin
Bereits im Gründungsjahr des Sankt Gertrauden-Krankenhauses (1930) wurde ein Medizinisch-Diagnostisches Labor eingerichtet. Seitdem wurde das Labor fortlaufend weiterentwickelt, um dem medizinischen Fortschritt Rechnung zu tragen. Im Institut für Laboratoriumsmedizin werden Laboruntersuchungen für alle Abteilungen des Hauses angeboten.
Die Ausstattung
Mit einem erfahrenen Team von Medizinisch-Technischen Laboratoriumsassistentinnen und -assistenten sowie Fachärzten für Laboratoriumsmedizin gewährleistet das Institut für Laboratoriumsmedizin am Sankt Gertrauden-Krankenhaus eine schnelle, qualitativ hochwertige und zuverlässige Diagnostik sowie Beratung der klinischen Kolleginnen und Kollegen.
Die Analysen können mit hochmodernen Analysensystemen bearbeitet werden. Daneben ist bei nicht-automatisierbaren manuellen Spezialuntersuchungen aber auch die hohe Kompetenz und Erfahrung der Mitarbeiterinnern und Mitarbeiter gefordert und eine essentielle Voraussetzung.
Das Leistungsspektrum
Das Institut für Labormedizin bietet den Fachabteilungen des Sankt Gertrauden-Krankenhauses weitreichende Labordienstleistungen an.
Im Download-Bereich dieser Seite steht eine Analysenübersicht bereit, die eine alphabetische Auflistung aller Untersuchungen, die über das Institut für Laboratoriumsmedizin angefordert werden kann, enthält.
Hinweise auf das benötigte Material, etwaige Besonderheiten bei der Probennahme bzw. in der präanalytischen Phase, und Hinweise zur Interpretation sind gesondert gekennzeichnet. Laboruntersuchungen, die nicht selbst durchgeführt und in kooperierende Partnerlabore weiterverschickt werden, sind separat ausgewiesen.
Sollten weitere oder seltene Untersuchungen benötigt werden, vermittelt das Institut für Laboratoriumsmedizin in Berlin Wilmersdorf gerne ein Spezial-Labor und bietet seine Unterstützung beim Probenversand an.
Schwerpunkte des Instituts für Laboratoriumsmedizin sind:
- Klinische Chemie
- Hämatologie und Zytologie
- Blutdepot und Immunhämatologie
- Hämostaseologie
- Infektionsserologie
- Immunologie
In der Laboratoriumsmedizin gibt es keine einzelnen Normalwerte, sondern bestimmte Bereiche, innerhalb derer alle Werte als normal gelten, sogenannte Referenz- oder Normalbereiche.
Referenz- oder Normalbereiche sind definitionsgemäß solche Bereiche von Laborwerten, die sich bei der überwiegenden Mehrheit von gesunden Personen finden lassen.
Ziel der Labormedizin ist es, immer mehr Krankheiten mit Hilfe schmerzfreier Methoden wie beispielsweise Bluttests zu erkennen und damit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten maßgebliche Hinweise für die Therapie zu liefern. Bereits heute kann aus einer einzigen Blutprobe eine Vielzahl von Informationen über den aktuellen Gesundheitszustand der Patientin bzw. des Patienten, aber auch über künftige Risiken, gewonnen werden. Mehr als 70 Prozent aller Diagnosen in der Medizin basieren auf labormedizinischen Analysen: Untersuchungen des Urins, des Stuhls, des Blutes oder des Liquors helfen, verschiedene Erkrankungen ohne invasive Verfahren zu diagnostizieren und in Verlauf zu verfolgen.
Innerhalb der letzten 30 Jahre hat die Labormedizin eine rasante Entwicklung vollzogen. Dies liegt einerseits am rapiden technischen Fortschritt, der zu einer erheblichen Qualitätsverbesserung und gesteigerter Nachweisempfindlichkeit der angewandten Methoden geführt hat. Andererseits ist er auf eine Vielzahl an Entwicklungen neuer diagnostischer Verfahren, besonders auf den Gebieten der immunologischen, zellulären und molekularen Diagnostik, zurückzuführen.
Bereits heute kann aus einer einzigen Blutprobe eine Vielzahl von Informationen über den aktuellen Gesundheitszustand der Patientin bzw. des Patienten, aber auch über künftige Risiken, gewonnen werden. Dabei verfeinern sich die labordiagnostischen Methoden immer weiter. Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung über die Entstehung von Krankheiten werden in diagnostische Werkzeuge für die klinische Praxis übersetzt. Die Laboratoriumsmedizin stellt damit ein zentrales Bindeglied zwischen naturwissenschaftlich-medizinischer Grundlagenforschung und der klinischen Medizin dar.
Neben der Erhebung der Krankheitsgeschichte („Anamnese“) von Patientinnen und Patienten, der körperlichen Untersuchung und den bildgebenden diagnostischen Verfahren (Röntgen, Ultraschall, u. a.) spielen Laboruntersuchungen eine entscheidende Rolle in der Vorbeugung, Erkennung und der Behandlung von Krankheiten. Durch sie erhalten die behandelnden Ärztinnen und Ärzte wesentliche Informationen für das weitere diagnostische und therapeutische Vorgehen.
Der Stellenwert der Labormedizin wird darin deutlich, dass sie sich statistisch gesehen bei ca. 2/3 der Patientinnen und Patienten als für die Diagnosestellung wegweisend erweist. Die Kosten der Labormedizin betragen je nach Einsatzbereich zwischen 3 bis 5 Prozent des Gesundheitsbudgets, leisten aber, wie obige Zahlen belegen, einen entscheidenden Beitrag zur Steuerung und Ressourcennutzung im Gesundheitssystem.
Die Ziele der labormedizinischen Untersuchungen sind:
- Erkennung bzw. Ausschluss von Erkrankungen
- Erfolgskontrolle einer bereits eingeleiteten Therapie
- frühzeitiges Erkennen von drohenden unbeabsichtigten Nebenwirkungen der Therapie
- Erfassung von Risikofaktoren für das Entstehen bestimmter Erkrankungen (z. B. Arteriosklerose oder Thrombose)
Im Zentrallabor des Alexianer St. Gertrauden-Krankenhauses in Berlin Wilmersdorf hat sich in allen Bereichen ein Qualitätsmanagementsystem etabliert, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Durch die Festlegung aller Arbeitsabläufe, von Entnahme und Eingang des Untersuchungsguts bis zum Befundtransfer, wurden Qualitätsstandards definiert, deren Grundlage DIN-Normen, nationale und internationale Richtlinien sowie Empfehlungen der Fachgesellschaften sind.
Die interne Qualitätssicherung wird nach den Richtlinien der Bundesärztekammer (RiLiBÄK 2023) durchgeführt und durch das Landesamt für Eich- und Messwesen unabhängig überprüft. Zur externen Qualitätssicherung nimmt das Labor an zahlreichen Ringversuchen von INSTAND e.V., der Deutschen Vereinten Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e. V. (DGKL) sowie anderer Organisationen teil. Die Qualitätspolitik des Instituts für Laboratoriumsmedizin in Berlin Wilmersdorf zielt darauf ab, Qualität auf höchstem Niveau zu erbringen. Die ständige Weiterbildung des Personals durch regelmäßige interne und externe Fortbildungsveranstaltungen führt dazu, dass moderne Erkenntnisse der analytisch-methodischen Entwicklungen weitervermittelt und in der Diagnostik des Zentrallabors umgesetzt werden.