Unsere Leistungen
Individuelle Therapie durch moderne Diagnostik und fachliche Vernetzung
Die neurologische Versorgung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Neurochirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Augenheilkunde, Radiologie und weiteren Fachabteilungen. Kurze Wege und abgestimmte Behandlungsabläufe ermöglichen eine koordinierte, patient*innenorientierte Versorgung aus einer Hand, insbesondere bei komplexen neurologischen Krankheitsbildern.
Das Ärzt*innenteam der Abteilung für Neurologie des Alexianer St. Gertrauden-Krankenhauses ist hoch spezialisiert und sehr erfahren in der Behandlung aller neurologischen Notfälle und Erkrankungen, u.a. von neuromuskulären Erkrankungen, Multipler Sklerose, Parkinson-Erkrankungen, Migräne und anderen Kopfschmerzerkrankungen, Gangstörungen sowie Schwindel- und Gleichgewichtsstörungen.
Für die neurophysiologische Diagnostik stehen in der neurologischen Fachabteilung alle modernen Untersuchungsverfahren zur Verfügung, darunter Video-Okulografie und Elektromyographie. Ergänzend bietet das therapeutische Team stationär und ambulant unter anderem Gleichgewichts- und Lagerungstraining, Rückenschule, Parkinsontherapie sowie Krankengymnastik bei Bewegungsstörungen wie Bewegungsstörungen aller Art an. Das breite Leistungsspektrum ermöglicht eine differenzierte Diagnostik und Therapie auch komplexer neurologischer Erkrankungen auf einem hohen, fachlichenn Niveau innerhalb der stationären Krankenhausversorgung.
Wir behandeln folgende Bewegungsstörungen:
- Parkinson
- Tremor (Zittern)
- Myoklonien (Zuckungen)
- Chorea (anhaltende Bewegungsunruhe)
- Dystonie (unwillkürliche Verkrampfungen)
- Gangstörungen
Zur Behandlung wird neben Medikamenten vor allem die Physiotherapie eingesetzt (Gangschulung, Gleichgewichtstraining). In Einzelfällen kann eine Operation eine Besserung bringen.
Im Rahmen einer stationären Aufnahme können wir MS-Patienten folgende Leistungen anbieten:
- Klärung oder Sicherung der Diagnose: Dazu werden eine gründliche körperlich-neurologische Untersuchung und verschiedene weitere Untersuchungen durchgeführt, z.B. Kernspintomografie, evozierte Potenziale, Blutuntersuchungen und (meistens) Lumbalpunktion.
- Behandlung bei einer akuten Verschlechterung oder beim Hinzutreten einer anderen Erkrankung (z.B. fieberhafter Blaseninfekt, Lungenentzündung, schwerer Allgemeininfekt)
- Prophylaktisch-medikamentöse Behandlung, um langfristig den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen. Dazu stehen heute eine Reihe von Medikamenten – Tabletten, Spritzen, Infusionen – zur Verfügung. Welche dieser Medikamente individuell angeraten sind, besprechen wir konkret mit dem Patienten.
- Behandlung spezifischer Probleme – z.B. schwere und ambulant nicht ausreichend behandelbare Spastik, ausgeprägtes Schmerzsyndrom, wiederholt auftretende schwere Blaseninfekte/Blaseninkontinenz.
Die Myasthenia gravis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der es zur Bildung von Antikörpern gegen körpereigene Strukturen an der Muskeloberfläche kommt. Dies führt zu einer Muskelschwäche.
- Diagnostik: Zur Diagnostik gehören eine klinische Untersuchung, elektrophysiologische Untersuchungen (Nervenleitung mit Serienstimulation), die Bestimmung verschiedener Antikörper im Blut sowie meist ein CT des Thorax.
- Behandlung: Heute ist die Myasthenie meistens gut behandelbar. Die medikamentöse Behandlung muss einschleichend und unter ärztlicher Kontrolle begonnen werden. Dabei wird sowohl die Muskelschwäche therapiert als auch die Ursache der Erkrankung.
Bei neuromuskulären Erkrankungen sind Nerven, Muskeln oder die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel gestört. Symptome sind vor allem zunehmende Schwäche, schmächtiger werdende Muskeln, evtl. Schluckstörungen, zufallende Augenlider, Doppelbilder oder Sensibilitätsstörungen. Bei unklaren Ursachen bieten wir im Rahmen einer stationären Aufnahme des Patienten eine Klärung der Diagnose. Dabei können folgende diagnostische Verfahren zum Einsatz kommen:
- Nervenleitungsmessung (NLG) mit schwachen elektrischen Stromimpulsen. Hierbei wird an einer ausgewählten Hautstelle ein Impuls verabreicht, der eine kurze Muskelzuckung hervorruft. Deren zeitlicher Abstand zum Reiz wird gemessen.
- Elektromyografie (EMG) – eine elektrophysiologische Untersuchung der Muskeln, bei der eine kleine Nadel in den Muskel gestochen wird.
- Lumbalpunktion bei Verdacht auf eine entzündliche Nervenerkrankung
- Biopsie (Gewebeentnahme), häufig am Muskel, seltener an einem Hautnerven.
- spezialisierte Labordiagnostik
Zu den häufigsten Erkrankungen gehören:
- Lagerungsschwindel
- Ausfall eines Gleichgewichtsorgans (Neuritis vestibularis)
- Morbus Menière
- Migräneschwindel
- Durchblutungsstörungen des Gehirns
- Blutdruckabfall
- psychosomatisch verursachter Schwindel
- Gangstörungen aller Art
Bei der Behandlung von Schwindelerkrankungen stehen Medikamente heute im Hintergrund. Eine Besserung ist oft durch gezielte Physiotherapie zu erzielen. In Einzelfällen kann eine Psychotherapie oder in seltenen Fällen eine Operation erforderlich werden.
Lagerungsschwindel links (PDF zum Download)
Lagerungsschwindel rechts (PDF zum Download)