Individuelle Beratung bei Mangelernährung, Unverträglichkeiten und chronischen Erkrankungen

Von Ernährungs- und Bewegungstherapie bis hin zur schonenden Adipositas-Chirurgie: Unser erfahrenes Team unterstützt Sie Schritt für Schritt auf Ihrem persönlichen Weg zur Gewichtsreduktion.

Schon in der Antike erkannte Hippokrates den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit. Auch heute spielt eine gezielte Ernährungstherapie im Krankenhaus eine zentrale Rolle – insbesondere bei geschwächten Patient*innen oder komplexen Krankheitsbildern.

Im Alexianer St. Gertrauden-Krankenhaus Berlin-Wilmersdorf stellen wir sicher, dass Patient*innen eine bedarfs- und bedürfnisgerechte Ernährung erhalten. Viele stationäre Patient*innen sind von Mangelernährung betroffen oder haben Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme – etwa durch Appetitlosigkeit, Kau- oder Schluckbeschwerden oder Lebensmittelunverträglichkeiten.

 

 

Warum Ernährungstherapie so wichtig ist

Mangelernährung kann zu schwerwiegenden Komplikationen wie Infektanfälligkeit, verzögerter Wundheilung und körperlicher Schwäche führen. Unser Ernährungsteam reagiert frühzeitig und leitet gezielte Maßnahmen ein, um diesen Risiken effektiv entgegenzuwirken.

Darüber hinaus unterstützt unsere Ernährungstherapie bei zahlreichen Krankheitsbildern. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern, den Heilungsverlauf zu fördern und langfristige Folgeschäden zu vermeiden.

 

 

Beratung zu folgenden Themen:

  • Gesunde Ernährung und Prävention
  • Übergewicht und Stoffwechselstörungen
  • Diabetes mellitus
  • Bluthochdruck, Gicht, Fettstoffwechselstörungen
  • Untergewicht und Mangelernährung
  • Ernährung nach Magen-Darm-Operationen
  • Lebensmittelunverträglichkeiten & -allergien
  • Verdauungsstörungen & chronische Magen-Darm-Erkrankungen
  • Krebs- und neurologische Erkrankungen

Die Ernährungstherapie im Alexianer St. Gertrauden-Krankenhaus erfolgt auf Grundlage einer ärztlichen Anordnung. Ziel ist es, die Ernährung optimal an die medizinischen Bedürfnisse und Lebensumstände der Patient*innen anzupassen – sei es zur Behandlung von Mangelernährung, bei chronischen Erkrankungen oder zur Unterstützung der Genesung nach Operationen.

 

Individuelle Ernährungsanamnese

Zu Beginn erhebt unsere qualifizierte Ernährungstherapeutin systematisch den aktuellen Ernährungszustand – dazu gehören unter anderem:

  • Körpergewicht und -zusammensetzung
  • Laborwerte
  • aktuelle Essgewohnheiten
  • Einschränkungen oder Beschwerden beim Essen
  •  

Zieldefinition und Therapieplanung

Anschließend wird gemeinsam mit den Patient*innen ein realistisches Therapieziel definiert – zum Beispiel Gewichtsstabilisierung, Verbesserung der Nährstoffzufuhr oder Linderung von Beschwerden. Auf dieser Grundlage entwickelt die Ernährungstherapeutin einen individuellen Therapieplan mit konkreten Empfehlungen, die sich gut in den Alltag integrieren lassen.

 

Wissenschaftlich fundierte Grundlage

Die Ernährungstherapie basiert auf anerkannten Leitlinien und Empfehlungen – insbesondere der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) und der evidenzbasierten Leitlinie Ernährungstherapie in Klinik und Praxis (LEKuP).

Der erste Schritt zur Behandlung ist die konservative multimodale Therapie. Dazu zählen neben der Ernährungstherapie auch ein kontrolliertes Bewegungsprogramm und eine Verhaltenstherapie. Das Adipositas-Zentrum in Berlin Wilmersdorf bietet Kurse an und unterstützt Betroffene gerne. Unser Kooperationspartner ist hierbei das Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin.

Diese konservative Therapie muss für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten angewendet werden, bevor ein chirurgischer Eingriff erfolgen kann. Die Adipositas-Chirurgie ist dann eine bewährte Methode zu dauerhafter Gewichtsreduktion, wie zahlreiche Studien belegen. Wir wenden in unserer Adipositas-Klinik am Sankt Gertrauden-Krankenhaus schonende, minimal-invasive Operationsmethoden („Knopflochchirurgie“) an.

Für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion ist es entscheidend, für jede Betroffene und jeden Betroffenen das richtige Verfahren auszuwählen. Die Entscheidung wird in einem ausführlichen Gespräch mit unserem Adipositas-Team getroffen.

 

 

Sleeve-Gastrectomie

Die „Magenverkleinerung“ ist ähnlich wie das Magenband eine rein restriktive Operation. Es werden rund 90 Prozent des Magenvolumens entfernt. Denn der verkleinerte Magen führt dazu, dass das Sättigungsgefühl schneller eintritt. Dennoch bleibt die Funktion des Magens – trotz des verminderten Volumens – komplett erhalten. Eine Schlauchmagenoperation kann nicht rückgängig gemacht werden.

 

 

Magenbypass

Bei diesem Verfahren wird ein Teil des Magens mit Klammern vom Rest abgetrennt, dadurch wird ebenfalls ein kleiner „Vormagen“ gebildet. Das Fassungsvermögen des Magens wird auf etwa 15 bis 20 Milliliter verkleinert. Den Magenrest vernähen wir anschließend mit einer tiefer liegenden Dünndarmschlinge, um den Zwölffingerdarm von der Verdauung auszuschließen. So werden nicht alle Nahrungsbestandteile verwertet und das Körpergewicht reduziert sich.

Die beiden Operationsverfahren – Schlauchmagen und Magenbypass – sind äußerst effektiv und zeigen sehr gute Erfolge: Patientinnen und Patienten verlieren im Durchschnitt 80 Prozent ihres Übergewichts. Der Klinikaufenthalt beträgt bei beiden Methoden sieben bis zehn Tage. Der Kostaufbau und die Mobilisation erfolgen während des Klinikaufenthaltes und werden später im häuslichen Umfeld fortgesetzt.

Die Grundlage für einen chirurgischen Eingriff ist ein Bodymassindex von 35 oder mehr sowie weitere Voraussetzungen. Wir klären die Grundvoraussetzungen in einem persönlichen Gespräch. Ein Adipositas-Eingriff ist keine Lifestyle-Operation für schnellen und einfachen Gewichtsverlust, sondern eine vielversprechende Therapie zur dauerhaften Gewichtsreduktion.

Die Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil des Behandlungskonzepts – deshalb achten wir auf eine ausgewogene Speisenversorgung, die medizinischen Anforderungen ebenso gerecht wird wie den individuellen Vorlieben unserer Patient*innen.

 

 

Auswahl an Standardkostformen

Unser täglicher Speiseplan bietet fünf Menüoptionen zur Auswahl – darunter:

  • Normalkost / Vollkost
  • leichte Vollkost (schonende Zubereitung)
  • vegetarische Kost

 

 

Spezialdiäten und angepasste Kostformen

Ergänzend dazu bieten wir zahlreiche spezielle Diäten, abgestimmt auf medizinische Notwendigkeiten und individuelle Anforderungen – z. B.:

  • bei Kau- und Schluckstörungen
  • bei Lebensmittelallergien oder -unverträglichkeiten
  • stufenweiser Kostaufbau nach Operationen im Magen-Darm-Bereich
  • spezielle Diäten bei Diabetes, Nierenerkrankungen oder onkologischen Krankheitsbildern

 

 

Kontinuierliche Abstimmung mit Pflege und Medizin

Die Auswahl der Kostform erfolgt immer in enger Abstimmung mit den behandelnden Ärzt*innen und dem Pflegepersonal, um eine sichere und bedarfsgerechte Ernährung sicherzustellen.

Für Privatpatient*innen und Patient*innen mit Wahlleistungsvereinbarung steht eine Zusatzkarte mit erweiterten Speisenoptionen zur Verfügung. Hier können zusätzliche Menüwünsche geäußert und besondere kulinarische Vorlieben berücksichtigt werden.

Bitte beachten Sie:
Sobald eine medizinisch notwendige Diät (z. B. bei Unverträglichkeiten, nach Operationen oder bei chronischen Erkrankungen) erforderlich ist, kann das Wahlleistungsangebot nur eingeschränkt oder nicht in Anspruch genommen werden.